Joachim Herz Preis

Berufliche Bildung

Wie bereitet die Berufliche Bildung junge Menschen auf eine zunehmend digitale und KI-geprägte Arbeitswelt vor? Mit dem Joachim Herz Preis – Berufliche Bildung zeichnen wir ein innovatives Konzept mit Modellcharakter aus, das Künstliche Intelligenz und digitale Technologien in die Berufliche Ausbildung integriert und neue Impulse für die Fachkräfteausbildung setzt.

Für die Umsetzung stellen wir bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. Der neue Joachim Herz Preis – Berufliche Bildung ist die höchstdotierte Auszeichnung im deutschen Schulsektor und für die Berufliche Bildung.

Was wir fördern

Gefördert wird ein Projektvorhaben einer Beruflichen Schule oder eines Verbundes aus Beruflichen Schulen. Das zugrundeliegende Konzept muss einen herausragenden Innovationsgrad, eine nachhaltige Umsetzbarkeit sowie eine didaktische Einbindung von Künstlicher Intelligenz und digitaler Technologie in Lehr- und Lernprozesse aufweisen. Die Beteiligung von Schüler:innen und Betrieben muss erkennbar und das Vorhaben auf andere Berufliche Schulen übertragbar sein.

Wie hoch ist die Förderung?

Der „Joachim Herz Preis – Berufliche Bildung“ ist mit 500.000 Euro dotiert. Beginn der Förderung wird voraussichtlich im 1. Quartal 2027 sein. Das Preisgeld ist ausschließlich zur Durchführung des geförderten Vorhabens zu verwenden. Eine Verwendung für nicht projektbezogene Kosten oder für Zwecke außerhalb der gemeinnützigen Zielsetzung ist ausgeschlossen.

Wer kann sich bewerben?

Antragsberechtigt sind öffentliche Berufliche Schulen oder staatlich anerkannte Berufliche Schulen bzw. Verbünde aus öffentlichen Beruflichen Schulen oder Verbünden aus staatlich anerkannten Beruflichen Schulen in Deutschland.

Kriterien

  • Innovationsgrad: Das Projektvorhaben ist neuartig, originell und kreativ beim Einsatz von KI/Digitalisierung. Die Nutzung von KI sollte eine Effektivitätssteigerung und Effizienzgewinn mit sich bringen (nicht ökonomisch eng geführt). Das Vorhaben sollte das Potential haben, eine Vorbildfunktion für andere Berufliche Schulen einzunehmen.
     
  • Didaktische Einbindung: Das Projektvorhaben leistet einen Beitrag zur Verbesserung von Lehr- und Lernprozessen. Es steigert die Kompetenzen der Lehrer:innen und Schüler:innen im Umgang mit KI/Digitalisierung (digitale Souveränität, berufsfeldspezifische Skills, Förderung neuer Denkweisen wie Computational Thinking), ist selbst Gegenstand der Lehr- und Lernprozesse und unterstützt den Aufbau beruflicher Handlungsfähigkeit. Darüber hinaus fördert es die kritische Technik-Kompetenz und gewährleistet einen transparenten, verantwortungsvollen Umgang mit Technik.
     
  • Nachhaltigkeit & Transferpotential: Das Projektvorhaben verfolgt eine praxisnahe Umsetzungsstrategie: Eine dauerhafte Integration in Schulcurricula, ein Fortbildungskonzept für Lehrkräfte sowie technische und personelle Verstetigungsmöglichkeiten zur langfristigen Verankerung an der Schule werden berücksichtigt. Es lässt sich auf andere Berufliche Schulen übertragen. Konzept, Erkenntnisse und Ergebnisse des Projektvorhabens sollen der Öffentlichkeit und anderen Beruflichen Schulen frei zugänglich gemacht werden. Ein fachlicher Austausch mit anderen Akteuren der Beruflichen Bildung und der Transfer des Projektvorhabens auf andere Berufliche Schulen sind im Konzept vorgesehen.
     
  • Partizipation und Wirkung in der Region: Es erfolgt eine Kooperation mit Ausbildungsbetrieben. Das Vorhaben leistet einen Beitrag zur Stärkung der Berufsausbildung, zur Kompetenzentwicklung und damit auch zur Fachkräftesicherung. Es bezieht sich auf reale betriebliche Arbeits- und Geschäftsprozesse sowie Technologien. Lernende werden bei der Entwicklung und Umsetzung des Vorhabens mit einbezogen

Bewerbung

Die Bewerbungsphase läuft bis zum 07. September 2026. Der Bewerbungsprozess kann gespeichert und jederzeit pausiert werden.

Jetzt bewerben

Unterlagen

Für die Bewerbung werden folgende Dokumente benötigt: 

  • Darstellung der Beruflichen Schule(n): Aufzählung der Ausbildungsgänge, Anzahl der Schüler:innen, Anzahl der Lehrkräfte, bestehende Lernortkooperationen, Engagements in Initiativen, bestehende Auszeichnungen und zusätzlich
  • Darstellung des Qualitätsmanagements, durch bspw. Schulinspektionsberichte
  • Absichtserklärung der Schulleitung(en)
  • Allgemeinverständliche Zusammenfassung des Projektvorhabens 
  • Das Projektvorhaben:
    • Motivationsschreiben des/der Bewerbenden
    • Abstract des Vorhabens
    • Beschreibung des Vorhabens unter Beachtung von: Zielen des Vorhabens im Themenschwerpunkt „KI und Digitale Transformation in der Beruflichen Bildung“, Innovationsgrad, Didaktische Einbindung, Nachhaltigkeit und Transferpotential, Partizipation und Wirkung in der Region
    • Grober Zeitplan mit Meilensteinen
  • Kostenplan (Vorlage)
  • Einwilligung des Fördermittelempfängers, das Projektvorhaben zu verwalten (Vorlage)

Downloads

Auswahlprozess

Die Auswahl der Beruflichen Schule oder des Verbundes aus Beruflichen Schulen erfolgt durch eine Fachjury in einem zweistufigen Verfahren.

1.  Stufe: Bewertung durch die Jury hinsichtlich der genannten Kriterien.
2. Stufe: Vertreter:innen ausgewählter Projekte (bis zu zwei Personen pro Projektvorhaben) präsentieren ihr Projekt in Hamburg. Die finale Auswahlentscheidung wird im Anschluss an diese Pitches getroffen.

Die öffentliche Bekanntgabe erfolgt im Rahmen einer durch die Joachim Herz Stiftung organisierten Fachkonferenz mit integrierter Preisverleihung.

Termine

  • 03.06. - 07.09.2026: Bewerbungszeitraum
  • 02. Dezember 2026: Pitch vor der Jury in der Joachim Herz Stiftung 
  • 18. Februar 2027: Preisverleihung auf der Fachkonferenz zu „Künstlicher Intelligenz und Digitaler Transformation in der Beruflichen Bildung“ in Hamburg 

Wir bieten Online-Info-Veranstaltungen an:

Jury

Die Jury wird mit Experten und Expertinnen besetzt, die über vertiefte Kenntnisse der sich wandelnden Arbeitswelt im Kontext Beruflicher Bildung und Digitalisierung verfügen.

Wissenstransfer

Der Joachim Herz Preis – Berufliche Bildung will innovative Ansätze nicht nur fördern, sondern sie auch für andere Berufliche Schulen nutzbar machen. 

Im Rahmen von mehreren Veranstaltungen sollen die ausgezeichnete Berufliche Schule bzw. der ausgezeichnete Verbund die Projektergebnisse in den Jahren 2027 und 2028 regelmäßig vorstellen und sich mit anderen Beruflichen Schulen über Erfahrungen und Umsetzungsmöglichkeiten austauschen.

FAQs

Auf unserer FAQ-Seite haben wir alle wichtigen Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt. 

Zur FAQ-Seite

Kontakt

Melden Sie sich gern unter der E-Mail-Adresse JHPreisBB@joachim-herz-stiftung.de.

Isabell Meyer
Clustermanagerin Isabell Meyer
Dr. Erik Wölm
Clustermanager Dr. Erik Wölm

Hintergrund

Die Berufliche Bildung bereitet junge Menschen auf eine Arbeitswelt vor, die sich kontinuierlich verändert und in der digitale Kompetenzen sowie der sichere Umgang mit Künstlicher Intelligenz unverzichtbar sind. Ausbildende Betriebe und Berufliche Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zügig und wirksam in die Praxis der Arbeitswelt integrieren. Sie qualifizieren Fachkräfte genau dort, wo digitale Technologien konkret angewendet werden. Die Vermittlung von Future Skills und gezielte Investitionen in Ausstattung tragen dazu bei, Innovationsfähigkeit, Wettbewerbsstärke und Beschäftigung zu sichern. Zugleich fördern sie die Chancengerechtigkeit, indem Auszubildende Zugang zu zukunftsrelevanten Kompetenzen erhalten.

An Beruflichen Schulen werden die Weichen für die Arbeitswelt von morgen gestellt. Schon jetzt gibt es kreative und praxisnahe Projekte, um Künstliche Intelligenz und digitale Technologien sinnvoll in die Ausbildung zu integrieren. Mit dem Joachim Herz Preis – Berufliche Bildung möchten wir dazu beitragen, dass innovative Ansätze in der Beruflichen Bildung sichtbar werden und gute Ideen ihren Weg in die Praxis finden. Dabei geht es uns nicht nur um einzelne Vorhaben, sondern auch darum, Erkenntnisse und Lösungen übertragbar zu machen und langfristig nutzbar zu halten.

Konferenz 2027

Save-the-date! Am 18. Februar 2027 findet in Hamburg die Fachkonferenz sowie die Preisverleihung statt. Gerne vormerken!

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