Joachim Herz Preis
Berufliche Bildung
Allgemeine Fragen
Der „Joachim Herz Preis - Berufliche Bildung“ richtet sich im ersten Ausschreibungsjahr 2026 ausschließlich an öffentliche Berufliche Schulen oder staatlich anerkannte Berufliche Schulen bzw. Verbünde aus öffentlichen Beruflichen Schulen oder Verbünden aus staatlich
anerkannten Beruflichen Schulen in Deutschland.
Die Bewerbung für den Preis erfolgt durch Eigenbewerbung einer Beruflichen Schule oder einem Verbund aus Beruflichen Schulen.
Es werden keine bereits teilweise oder ganz umgesetzten Projektvorhaben gefördert. Wir zeichnen nicht etwas aus, das bereits besteht. Gesucht werden neuartige, innovative Projektvorhaben.
Bewerbung – Ablauf und Fristen
Die Bewerbungsphase läuft vom 03. Juni 2026 bis zum 07. September 2026.
Die Bewerbung ist bis spätestens am 07. September 2026 um 23:59 über das Bewerbungsportal mit sämtlichen Unterlagen einzureichen.
Im System angelegte Bewerbungen, die zum Ausschreibungsende nicht fertig gestellt wurden, oder Bewerbungen, die nach Ablauf der Frist eingereicht wurden, werden bei der Auswahl nicht berücksichtigt.
Ja, das funktioniert. Dies erfolgt aber nicht automatisch, sondern muss aktiv über den entsprechenden Button „Später Fortfahren“ angestoßen werden. Nur dann sind die Eingaben gespeichert, sollte ein technisches Problem auftreten.
Unterlagen
Für die Bewerbung werden folgende Dokumente benötigt:
- Darstellung der Beruflichen Schule(n): Aufzählung der Ausbildungsgänge, Anzahl der Schüler:innen, Anzahl der Lehrkräfte, bestehende Lernortkooperationen, Engagements in Initiativen, bestehende Auszeichnungen (ca. 1 Seite, max. 4.000 Zeichen inkl. Lehrzeichen) und zusätzlich
- Darstellung des Qualitätsmanagements, durch bspw. Schulinspektionsberichte
- Absichtserklärung der Schulleitung(en)
- Allgemeinverständliche Zusammenfassung des Projektvorhabens (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
- Das Projektvorhaben:
- Motivationsschreiben des/der Bewerbenden (ca. 1 Seite, max. 4.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
- Abstract des Vorhabens (ca. 0,5 Seiten, max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
- Beschreibung des Vorhabens (ca. 5 Seiten, max. 20.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) unter Beachtung von: Zielen des Vorhabens im Themenschwerpunkt „KI und Digitale Transformation in der Beruflichen Bildung“, Innovationsgrad, Didaktische Einbindung, Nachhaltigkeit und Transferpotential, Partizipation und Wirkung in der Region
- Grober Zeitplan mit Meilensteinen
- Kostenplan (Vorlage)
- Einwilligung des Fördermittelempfängers, das Projektvorhaben zu verwalten (Vorlage)
Downloads
- Innovationsgrad: Das Projektvorhaben ist neuartig, originell und kreativ beim Einsatz von KI/Digitalisierung. Die Nutzung von KI sollte eine Effektivitätssteigerung und Effizienzgewinn mit sich bringen (nicht ökonomisch eng geführt). Das Vorhaben sollte das Potential haben, eine Vorbildfunktion für andere Berufliche Schulen einzunehmen.
- Didaktische Einbindung: Das Projektvorhaben leistet einen Beitrag zur Verbesserung von Lehr- und Lernprozessen. Es steigert die Kompetenzen der Lehrer:innen und Schüler:innen im Umgang mit KI/Digitalisierung (digitale Souveränität, berufsfeldspezifische Skills, Förderung neuer Denkweisen wie Computational Thinking), ist selbst Gegenstand der Lehr- und Lernprozesse und unterstützt den Aufbau beruflicher Handlungsfähigkeit. Darüber hinaus fördert es die kritische Technik-Kompetenz und gewährleistet einen transparenten, verantwortungsvollen Umgang mit Technik.
- Nachhaltigkeit & Transferpotential: Das Projektvorhaben verfolgt eine praxisnahe Umsetzungsstrategie: Eine dauerhafte Integration in Schulcurricula, ein Fortbildungskonzept für Lehrkräfte sowie technische und personelle Verstetigungsmöglichkeiten zur langfristigen Verankerung an der Schule werden berücksichtigt. Es lässt sich auf andere Berufliche Schulen übertragen. Konzept, Erkenntnisse und Ergebnisse des Projektvorhabens sollen der Öffentlichkeit und anderen Beruflichen Schulen frei zugänglich gemacht werden. Ein fachlicher Austausch mit anderen Akteuren der Beruflichen Bildung und der Transfer des Projektvorhabens auf andere Berufliche Schulen sind im Konzept vorgesehen.
- Partizipation und Wirkung in der Region: Es erfolgt eine Kooperation mit Ausbildungsbetrieben. Das Vorhaben leistet einen Beitrag zur Stärkung der Berufsausbildung, zur Kompetenzentwicklung und damit auch zur Fachkräftesicherung. Es bezieht sich auf reale betriebliche Arbeits- und Geschäftsprozesse sowie Technologien. Lernende werden bei der Entwicklung und Umsetzung des Vorhabens mit einbezogen
Preis und Förderung
Das Preisgeld beträgt bis zu 500.000 EUR.
Das Fördergeld darf ausschließlich für die Umsetzung des ausgezeichneten Projekts verwendet werden. Verwendung für nicht projektbezogene Kosten oder für Zwecke außerhalb der gemeinnützigen Zielsetzung ist ausgeschlossen.
Die Verausgabung des Preisgeldes hat innerhalb von zwei Jahren nach Beginn der Förderung zu erfolgen. Beginn der Förderung wird voraussichtlich im 1. Quartal 2027 sein.
Basis für die Auszahlung der Förderung ist eine Fördervereinbarung zwischen der JHS und der Einrichtung, die vom Preisträger oder vom Preisträger-Verbund der Beruflichen Schulen bei der Bewerbung als Förderempfängerin bestimmt wurde.
Förderempfängerin kann eine Berufliche Schule, wenn sie eine juristische Person des öffentlichen oder privaten Rechts (gemeinnützig) ist, ein Schulverein (gemeinnützig) oder der Schulträger sein. Das Preisgeld wird mit Zweckbindung an diese Einrichtung ausgezahlt. Bei einem Preisträger-Verbund wird das Preisgeld nicht an mehrere Einrichtungen ausgezahlt, sondern es wird eine Einrichtung von dem Preisträger-Verbund bestimmt. Diese verwaltet die Fördermittel und leitet gegebenenfalls Mittel an die beteiligten Schulen aus dem Preisträger-Verbund weiter.
Zu beachten sind darüber hinaus die Richtlinien des Joachim Herz Preises – Berufliche Bildung.
Nach der Auswahl
Die Preisverleihung findet am 18. Februar 2027 in Hamburg im Rahmen einer Fachkonferenz zum Thema „KI und digitale Transformation in der Beruflichen Bildung“ statt.
Der Transfer der im Rahmen des ausgezeichneten Projektvorhabens gewonnenen Erkenntnisse ist ein zentrales Anliegen des „Joachim Herz Preises – Berufliche Bildung“. Die Preisträger-Schule oder der Preisträger-Verbund aus Beruflichen Schulen sollen daher an den von der JHS organisierten Transferveranstaltungen mit anderen Beruflichen Schulen in den Jahren 2027 und 2028 teilnehmen. Dort sollen sie ihren aktuellen Projektstand und ihre Projektergebnisse vermitteln und im Dialog mit anderen Beruflichen Schulen zu einem gelungenen Transfer des Projektvorhabens beitragen.
Sonstige Fragen
Nein – es besteht kein Anspruch auf eine Förderung.
Nein – es besteht kein Anspruch auf eine Begründung der Auswahlentscheidung.
Ansprechpartner:in
Für Rückfragen zur Ausschreibung und Bewerbung stehen Ihnen Isabell Meyer und Dr. Erik Wölm zur Verfügung: jhpreisbb(at)joachim-herz-stiftung.de.