innovate! center

Mit dem Förderprogramm „innovate! center“ unterstützen wir den Aufbau effizienter Transferstrukturen an Hochschulen.

Flexible, privatrechtliche Modelle sollen den Forschungstransfer nachhaltig beschleunigen und als Good-Practice-Beispiele dienen.

innovate! center 2026

„Raum für Transformation – Resiliente Wasser- und Bodensysteme der Zukunft“

Unser Ziel ist es, praxisnahe Lösungen unter realen Bedingungen zu entwickeln, die ökologische Funktionen – etwa Kohlenstoffbindung, Biodiversität oder Wasserrückhalt – mit gesellschaftlichen und ökonomischen Anforderungen wie Ernährungssicherung, Wasserverfügbarkeit und Energieversorgung wirksam verbinden. 
 

Gefördert werden Konzepte, die belastbare Transferstrukturen aufbauen und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft stärken. 

Hintergrund und Vision

Die großen Herausforderungen unserer Zeit wie Klimawandel oder Ressourcenknappheit lassen sich nur im Zusammenspiel von Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft bewältigen. In Deutschland besteht jedoch weiterhin Handlungsbedarf, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell und wirksam in die Praxis zu überführen. Die Joachim Herz Stiftung bietet mit dem Programm der „innovate! center“ strukturelle Unterstützung, um den Übergang von Grundlagenforschung zur Marktreife an Hochschulen zu beschleunigen und wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze zu fördern.

Den Auftakt des Förderprogramms bildete das 2024 an der Universität Bremen als gGmbH gegründete „matena innovate! center“, das als bislang größtes Strukturvorhaben der Stiftung gleichzeitig als Referenzprojekt für die Etablierung privatrechtlicher Transferstrukturen dient.

Schwerpunkt 2026

Wasser- und Bodensysteme stehen zunehmend unter vielfältigen, gleichzeitigen Belastungen: Von Dürreperioden über Starkregen und Schadstoffeinträge bis hin zu Bodenverdichtung und Übernutzung. Dabei handelt es sich nicht nur um ökologische Herausforderungen – es geht auch um Aspekte wie Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität. Die Systeme sind so komplex, dass eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft erforderlich ist, um gemeinsam praxisnahe Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei spielen besonders im ländlichen Raum regionale Kenntnisse und starke Netzwerke eine zentrale Rolle, um den kontinuierlichen, wechselseitigen und produktiven Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu sichern. 

Das geplante „innovate! center“ soll als partnerschaftliche Transferstruktur die vielfältigen Akteure enger vernetzen und einen gemeinsamen Rahmen schaffen, indem es regionale Besonderheiten und die Expertisen der Beteiligten auf einer gemeinsamen Ebene einbezieht. Auf dieser Grundlage sollen Transformationsprozesse wirksamer gestaltet und der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in tragfähige regionale Lösungen, etwa für Land- und Forstwirtschaft, unterstützt werden.

Was wir fördern

Wir fördern innovative, praxistaugliche Ansätze, die eng miteinander verbundenen Ressourcen Wasser und Boden gemeinsam adressieren und dabei ökologische Funktionen wie Biodiversität, Wasserrückhalt oder Kohlenstoffbindung mit gesellschaftlichen und ökonomischen Anforderungen wie Ernährungssicherung, Wasserverfügbarkeit und Energieversorgung verbinden. Ziel ist es, diese Ansätze in übertragbare, sektorübergreifende Konzepte und praxisnahe Lösungen zu überführen und unter realen Bedingungen zu erproben. Dazu gehören beispielsweise:

  • Strategien für Erosionsschutz, nachhaltiges Wassermanagement und optimierte Stoffkreisläufe.
  • Pilotprojekte für multifunktionale Landschaften (z. B. Agroforstsysteme, wiedervernässte Moore).
  • Praktische Strategien für die Nutzung, Erhaltung und Wiederherstellung von Böden, die wissenschaftliche Erkenntnisse zu Kohlenstoff- und Wasserspeicherung, Erosionsschutz und Nährstoffkreisläufen in wirksame Maßnahmen überführen.
  • Neue Transferformate und Pilotprojekte, die den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft fördern und die Gestaltung multifunktionaler Landschaften ermöglichen.

Das geplante Zentrum soll als privatrechtlich organisierte, gemeinnützige Transferstruktur in der Rechtsform einer gGmbH konzipiert werden, um einen gemeinsamen partnerschaftlichen Rahmen zu bieten und zugleich flexibles, schnelles und unternehmerisches Handeln unter Beteiligung der antragstellenden Hochschule und weiterer Partner zu ermöglichen.

An wen richtet sich die Förderung?

Das Förderangebot richtet sich an deutsche Hochschulen zusammen mit Partnern aus der Praxis, die über fachliche Expertise zu Wasser- und Bodensystemen verfügen. Besonders angesprochen sind Standorte, die bereits mit Praxispartnern vor Ort zusammenarbeiten und Forschungsergebnisse mit erkennbarem Transferpotenzial vorweisen können, um diese im „innovate! center“ gezielt zu bündeln und weiter zu professionalisieren.

Was beinhaltet die Förderung?

Die strukturelle Förderung unterstützt den Aufbau einer partnerschaftlichen Transferstruktur mit  bis zu 5.000.000 Euro, um transdisziplinäre, praxisnahe Forschungsaktivitäten und deren Transfer am Standort strukturell zu verankern. Die Förderung dient in erster Linie dem Aufbau und der Professionalisierung der Transferstruktur, ermöglicht jedoch gleichzeitig die Realisierung konkreter Forschungs- und Transferprojekte im „innovate! center“. Die Förderdauer beläuft sich in der Regel auf fünf Jahre und kann bei Bedarf auf bis zu zehn Jahre angepasst werden. 

Die detaillierten Anforderungen zu den strukturellen Rahmenbedingungen der Förderung finden sich im Ausschreibungstext

Dokumente

Bewerbung

Die Bewerbungsphase dauert vom 12. Januar bis zum 20. April 2026.

Auswahlverfahren

Die Auswahl der Hochschulpartner mit den vielversprechendsten Vorhaben erfolgt durch eine unabhängige Fachjury in einem zweistufigen Verfahren:

  • Schriftliche Antragsstellung: Im ersten Schritt werden die schriftlichen Anträge von der Jury begutachtet und eine Vorauswahl der besten Bewerbungen getroffen.
  • Pitches der Vorhaben: Bei positiver Erst-Begutachtung der Bewerbung ergeht Anfang Juni 2026 eine Einladung zur persönlichen Präsentation des Vorhabens im Juli 2026 in Hamburg, auf deren Grundlage die Jury ihre finale Auswahlempfehlung ausspricht.

Die letzte Entscheidung liegt – auf Basis der Rückmeldungen durch die Jury – bei der Joachim Herz Stiftung. Detaillierte Informationen zu den Kriterien und Anforderungen finden sich im Ausschreibungstext.

Termine

Alle Termine 2026 auf einen Blick:

  • 12. Januar bis 20. April: Bewerbungszeitraum
  • 3. Februar, 11.00 Uhr: Digitale Info-Session | Anmeldung hier
  • Anfang Juni: Einladung der vielversprechendsten Kandidat:innen zur Vorstellung in Hamburg
  • Mitte Juli: Pitches in Hamburg und Bekanntgabe ausgewählter Hochschulpartner
  • Juli bis Dezember: Gründung der gGmbH inkl. aller erforderlichen Formalitäten durch die Hochschule und die beteiligten Gründungspartner (u. a. Gesellschaftervertrag; Kooperationsvereinbarung; Anerkennung Gemeinnützigkeit)
  • Dezember: Abschluss Fördervereinbarung mit gGmbH und Joachim Herz Stiftung 

Kontakt

Dr. Dorothea Pieper
Clustermanagerin Dr. Dorothea Pieper +49 40 533295-672

Geförderte Projekte

innovate! lab

Mit dem „innovate! lab" für nachhaltige Innovationen aus der Chemie erproben wir mit der Berlin University Alliance (BUA) ein neues Modell für wirkungsorientierten Forschungstransfer.

Weitere Informationen

matena innovate! center

Mit dem „matena innovate! center“, eine Abkürzung für Materialien – Technologien – Nachhaltigkeit, konzentriert sich die Universität Bremen auf das Potenzial innovativer Materialien.

Weitere Informationen

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