Joachim Herz Preis
Forschung für unsere Zukunft
Der mit 500.000 Euro dotierte Forschungspreis zeichnet vielversprechende Wissenschaftler:innen aus, die in ihrem Forschungsfeld herausragendes Potenzial erkennen lassen und mit ihren interdisziplinären Forschungsvorhaben Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen aufzeigen.
Im Jahr 2026 wird der Joachim Herz Preis zum Thema „Smarter Umgang mit Wasser“ ausgeschrieben.
"Smarter Umgang mit Wasser"
Gesucht werden Wissenschaftler:innen, die Fächergrenzen überschreiten und neue Methoden und Perspektiven in Bezug auf Wasser als Ressource und Risiko entwickeln und damit eine Grundlage für eine ressourcenschonende und nachhaltige Gesellschaft schaffen. Die Fragestellungen können dabei von ökonomischen Anreizsystemen für einen effizienten Wasserverbrauch bis hin zur Entwicklung von Regulierungsinstrumenten für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft reichen.
Wer wird gefördert?
Der Preis richtet sich an promovierte Wirtschaftswissenschaftler:innen, in der frühen Phase ihrer Karriere, die interdisziplinär und praxisrelevant forschen und die an einer deutschen Hochschule oder gemeinnützigen Forschungsinstitution) tätig sind und einen entsprechenden Forschungshintergrund haben.
Was wird gefördert?
Gefördert werden Projekte, die Fächergrenzen überschreiten und Ansätze aus anderen Disziplinen kreativ einbinden, um wegweisende Lösungen für den smarten Umgang mit Wasser zu entwickeln. Wasser ist in einer sich wandelnden Gesellschaft und Umwelt zugleich Bedrohung und wertvolle Ressource. Der Preis zeichnet daher innovative und nachhaltige Forschungsansätze aus, die zu einer lebenswerten Zukunft beitragen wollen.
Beispiele:
- Ökonomische Anreize und Effizienz im Wasserverbrauch – z. B. Effizienzstandards für wasserintensive Branchen
- Wasser als öffentliches Gut und Governance – z. B. Partizipative Governance-Modelle oder Multi-Stakeholder-Ansätze
- Digitale und urbane Innovationen für Wasserresilienz – z. B. Urbane Konzepte wie Schwammstädte
- Finanzierung und Governance naturbasierter Wasserlösungen – z. B. Innovative Finanzierungsmodelle wie Nature Credits oder Wasserfonds
- Innovationen für Wasserqualität und -sicherheit – z. B. Umgang und Regulierung von persistenten Schadstoffen wie PFAS oder Mikroplastik
- Innovation und Unternehmertum im Wassersektor – z. B. Entstehung und Skalierung von Start-ups in der Wasserwirtschaft
Wie hoch ist die Förderung?
Der Joachim Herz Preis ist mit 500.000 Euro dotiert. Die Fördermittel müssen zweckgebunden für das im Antrag beschriebene Forschungsprojekt verwendet werden. Förderfähig sind unter anderem Ausgaben für Personal, Sachmittel, Infrastruktur oder Reisekosten sowie Transfervorhaben im vorwettbewerblichen Bereich. Verwaltungskosten der Institution (Overhead) sind ausgeschlossen. Die Mittel werden an die Einrichtung überwiesen, an der die Preisträger:innen zum Zeitpunkt der Preisverleihung tätig sind.
Voraussetzungen
Antragsberechtigt sind Forschende, die an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen in Deutschland tätig sind – unabhängig davon, ob diese öffentlich-rechtlich oder gemeinnützig privat organisiert sind. Forschende aus dem europäischen Ausland können sich ebenfalls bewerben, sofern sie spätestens ab der Preisverleihung im September 2026 an einer deutschen Forschungseinrichtung tätig sind.
Kriterien:
- Interdisziplinärer Ansatz
- Wissenschaftliche Exzellenz und Innovationshöhe (Pioniercharakter)
- konkrete Transferbemühungen, die sich in geplanter Mittelverwendung widerspiegeln
- Gesellschaftliche Relevanz und Nachhaltigkeit
Dokumente
- Allgemeinverständliche Zusammenfassung, wie das Projekt einen Beitrag zum smarten Umgang mit Wasser leistet
- Motivationsschreiben des/der Bewerbenden
- Abstract des Vorhabens
- Beschreibung des wissenschaftlichen Vorhabens
- Literaturverzeichnis
- Lebenslauf
- Kostenplan
- Einwilligung der Institution, das Projekt zu verwalten
- Übersicht über beteiligte Projektpartner:innen
Bewerbung
Die Ausschreibung beginnt am 12. Januar und dauert bis zum 31. März 2026.
Auswahlprozess & Preisverleihung
- Bewerbung einer Einzelperson (Kooperationspartner aus Wissenschaft und Praxis erwünscht)
- Auswahl durch Jury mit paritätischer Besetzung aus Wissenschafts- und Transferbezug
- Vorauswahl einer Shortlist mit drei Nominierungen
- Pitch der Nominierten in der Joachim Herz Stiftung in Hamburg
- Anschließende vertrauliche Auswahlsitzung der Jury
- Preisgeld: 500.000 Euro, projektbezogen für drei Jahre
Termine
- Online-Info-Session: 04. Februar, 13:30 Uhr
- Begutachtung Jury: Mitte Mai
- Auswahlsitzung Jury: 10. Juni
- Preisverleihung: 03. September
Kontakt
Bisherige Preisträger:innen
Dr. Hans Kleemann „UnbeLEAFable“ – Leiterplatten aus Blättern (2025)
Dr. Hans Kleemann von der Technischen Universität Dresden verfolgt das Ziel, biobasierte, recyclebare Leiterplatten zu entwickeln. Diese sollen konventionelle Leiterstrukturen ersetzen, die weltweit in fast jedem elektronischen Gerät verbaut werden.
Moritz Drupp "Umweltpolitik besser verstehen" (2024)
Moritz Drupp und sein Team an der Universität Hamburg verfolgen mit ihrem Forschungsprojekt das Ziel, über eine Wissensplattform mit interaktiven, deutschlandweiten Karten zu den Effekten von Umweltpolitik zu informieren. Nutzer:innen sollen sich detailliert informieren können, wie der Wohnort oder ein Landkreis von Klimaschutzmaßnahmen betroffen ist.