innovate! fund 2026

Zukunft Wasser: Technologien, Modelle und Infrastrukturen für morgen

Mit dem „innovate! fund“ unterstützen wir interdisziplinäre Gruppen von Forschenden, die gemeinsam anwendungsorientierte Lösungsansätze für Klimaschutz und Ressourceneffizienz entwickeln. Ein paar Fragen an den verantwortlichen Clustermanager Dr. Matthias Tamminga. 

Woran erkennen Forschende, ob ihre Idee für eine Förderung durch den „innovate! fund“ in Frage kommt?

Mit dem “innovate! fund” unterstützen wir Vorhaben, die eine konkrete gesellschaftliche Herausforderung lösen wollen. In diesem Jahr zum Beispiel der smarte Umgang mit Wasser. Es geht also nicht um das Forschen um seiner selbst willen, sondern darum, exzellente Forschung für gesellschaftliche Innovationen nutzbar zu machen. Wir suchen Teams, die aus Ihren Ideen nutzbare Innovationen entwickeln. 

innovate! fund 2026

Im Fokus stehen dieses Jahr Innovationen für Wasser: Unser Ziel ist es, die Qualität, die Verfügbarkeit von und die Zugänglichkeit zu Wasser durch neuartige Technologien, Modelle und Infrastrukturen dauerhaft zu sichern – beispielsweise durch Methoden zur Wasserreinigung oder Technologien, die nachhaltig nutzbare Stoffe aus dem Wasser filtern.

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Welche Kriterien sind für die Auswahl der geförderten Projekte besonders entscheidend?

Die Besonderheit des “innovate! fund” ist, dass der Transfer im Fokus steht. Eine klare Strategie, wie aus der Forschungsidee eine gesellschaftlich relevante Anwendung wird, ist für das Auswahlverfahren entscheidend. Ein anderes wichtiges Kriterium ist der interdisziplinäre Charakter der Projekte. Denn die Herausforderungen, zu deren Lösung wir beitragen wollen, sind sehr komplex und verlangen verschiedene Perspektiven.

Die Besonderheit des innovate! fund ist, dass der Transfer im Fokus steht.

Dr. Matthias Tamminga

Wenn du an die erste und an die aktuelle Ausschreibung denkst – was hat sich verändert?

Der größte Unterschied ist sicher, dass jetzt auch einer der insgesamt drei Projektpartner:innen, die sich gemeinsam bei uns bewerben, aus dem europäischen Ausland kommen darf. Es bleibt zwar generell beim norddeutschen Fokus der Ausschreibung, aber wir möchten keine gut funktionierenden und in der Praxis erprobten Kooperationen ausschließen.
 

Welche Wirkung möchte der innovate! fund langfristig erzielen?

Wir wollen beispielhaft neue Wege beschreiten und auch andere Fördermittelgeber auf unsere Angebote aufmerksam machen, damit sie die Erfolgsgeschichten durch unsere Förderung sehen und sich im Idealfall unserer Mission für mehr wissenschaftsgetriebene Innovationen anschließen. Wir gehören zwar zu den großen Stiftungen in Deutschland, aber verglichen mit den Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, sind unsere Mittel begrenzt.

Und wo ist in den geförderten Projekten tatsächlich Innovation entstanden?

Häufig waren es tatsächlich unsere Mittel, die es Forschenden ermöglicht haben, sich auf den Transfer ihrer Ergebnisse zu fokussieren. Ein Projekt der Universität Jena zum Beispiel ist gerade dabei, neue Technologien zur Regulierung von Borkenkäferpopulationen zu entwickeln. Konkret arbeiten sie an biologisch abbaubaren Partikeln, die Borkenkäfer Pheromone  länger haltbar machen und kontrolliert freisetzen können. Damit können die Käfer gezielt angelockt oder abgewehrt werden. Ein anderes Projekt kommt von der Universität Kiel. Dort entwickelt ein Team die nächste Generation landwirtschaftlicher Sensoren, die zukünftig dafür sorgen könnten, dass Landwirt:innen nur noch so viel Dünger nutzen, wie es die Pflanzen wirklich brauchen. Das schützt nicht nur die Böden und das Grundwasser, sondern würde ihnen auch wirtschaftliche Vorteile bringen.

Kontakt

Sie haben Fragen zum „innovate! fund”?

Dr. Matthias Tamminga
E-Mail: mtamminga(at)joachim-herz-stiftung.de
Tel: + 49 40 533295-643
 

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