Nachhaltige Technologien durch neue Materialien: Joachim Herz Stiftung initiiert Transferzentrum

Hamburg, 14.12.2023. Das Joachim Herz Transferzentrum zum Thema „Neue Materialien für nachhaltige Technologien“ zielt darauf ab, wissens- und technologiebasierte Innovationen zu beschleunigen. Es soll zeigen, wie systemische Transferstrukturen an Hochschulen modellhaft aufgebaut und etabliert werden können. Die Joachim Herz Stiftung möchte es Spitzenforscher:innen so ermöglichen, Forschungsprojekte zu realisieren und den Transfer in die praktische Anwendung zu verfolgen. Bewerben können sich deutsche Hochschulen mit wissenschaftlicher Exzellenz im Bereich neue Materialien. Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2024 möglich. 

Konkrete Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen wie Ressourcenknappheit und Klimaschutz können nur mit nachhaltigen Technologien entwickelt werden. Insbesondere neue Materialien, die ebenso gute Eigenschaften wie bereits existierende Werkstoffe haben, aber nachhaltig produziert und entsorgt werden können, spielen eine Schlüsselrolle. Sie tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und die Umweltauswirkungen von Produkten und ihrer Herstellung zu minimieren. Doch das deutsche Hochschulsystem hat Nachholbedarf bei der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzbarmachung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Durch die institutionelle Förderung eines interdisziplinären Transferzentrums zum Thema „Neue Materialien für nachhaltige Technologien“ möchte die Joachim Herz Stiftung exemplarisch darlegen, wie systemische Transferstrukturen entwickelt und verstetigt werden können. 

Zielsetzung des Transferzentrums 

„Das Joachim Herz Transferzentrum soll herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine ideale Umgebung bieten, um transferrelevante Forschungsprojekte zu realisieren und die erzielten Ergebnisse nutzbar zu machen. Denn Innovationen benötigen marktwirtschaftlich wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, die oft nicht mit den öffentlich-rechtlichen Gegebenheiten an unseren Hochschulen übereinstimmen“, so Sabine Kunst, Vorstandsvorsitzende der Joachim Herz Stiftung. „Das Joachim Herz Transferzentrum soll Hürden im Transferprozess abbauen und Strukturen schaffen, um wissens- und technologiebasierte Innovation zu beschleunigen.“ 

Die Ausschreibung richtet sich an deutsche Hochschulen, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz im Themenfeld „Neue Materialien für nachhaltige Technologien“ auszeichnen. Gefördert werden Einrichtungen, für die Transfer und Innovation zentrale Säulen ihrer Hochschulstrategie darstellen. 

Finanzielle Unterstützung und Rahmenbedingungen 

Die Joachim Herz Stiftung unterstützt den Aufbau und die Durchführung des Transferzentrums über einen Zeitraum von maximal zehn Jahren mit jährlich bis zu 3 Millionen Euro. Die Mittel können für Personal- und Sachkosten sowie für die Anmietung von Räumlichkeiten, Forschungsgerätschaften, Datenbanken oder Ähnlichem verwendet werden. Das Transferzentrum soll als rechtlich selbständiges An-Institut in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH an die kooperierende Hochschule angebunden werden. Während der Förderphase ist die Joachim Herz Stiftung Mehrheitsgesellschafterin, perspektivisch wird sie ihre Anteile an die kooperierende Hochschule übertragen. Die Hamburger Stiftung hält dieses Modell für geeignet, um bestehende Hürden bei der Förderung von Wissenstransfer zu überwinden und den Hochschulen größtmögliche Freiheit für die Effektivität dieses Prozesses zu ermöglichen. 

Bewerbungsverfahren und Fristen 

Das Antragsverfahren besteht aus zwei Stufen: Hochschulen können bis zum 31. Januar 2024 eine Interessenbekundung sowie eine Antragsskizze einreichen. Bei positiver Bewertung durch eine Expertenjury werden sie Anfang März aufgefordert, bis zum 30. April einen Vollantrag abzugeben. Die Entscheidung, welche Hochschule gefördert wird, fällt im Sommer 2024. 

Weitere Informationen zum Joachim Herz Transferzentrum sowie der Link zur Online-Bewerbung sind unter www.joachim-herz-stiftung.de/transferzentren zu finden. Bewerbungen sind ab sofort und bis zum 31. Januar 2024 möglich. 

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