Förderung für Auszubildende aus dem Norden
Joachim Herz Stiftung stärkt junge Fachkräfte mit dem Stipendienprogramm „Azubi Kolleg“
Hamburg, 05. Februar 2026. Das Azubi Kolleg macht Auszubildende fit für die Arbeitswelt von morgen, indem es ihnen digitale, persönliche und berufsübergreifende Kompetenzen vermittelt. Das Stipendienprogramm richtet sich an alle Auszubildenden. Es wird von der Joachim Herz Stiftung angeboten und findet in Kooperation mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung und dem Schleswig-Holsteinischen Institut für Berufliche Bildung sowie in Lübeck in Zusammenarbeit mit der Possehl-Stiftung statt. Die Bewerbung ist bis zum 30. April 2026 möglich.
„Unsere Arbeitswelt verändert sich rasant und stellt neue Anforderungen an Fachkräfte. Neben fundiertem Fachwissen gewinnen überfachliche Kompetenzen zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt befördert durch Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Mit dem Azubi Kolleg möchten wir jungen Menschen die notwendigen Fähigkeiten an die Hand geben, um ihren Berufsalltag mutig und erfolgreich zu gestalten“, betont Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Vorstandsvorsitzende der Joachim Herz Stiftung.
Ksenija Bekeris, Senatorin für Schule, Familie und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg: „Eine gute Aus- und Weiterbildung ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben und eine aktive Teilhabe an unserer Gesellschaft. Das Azubi Kolleg leistet hierzu einen wichtigen Beitrag für junge Menschen und stärkt zugleich die Attraktivität der Ausbildungsangebote in Hamburg. In diesem Programm können Auszubildende sowohl ihre professionellen als auch ihre persönlichen Kompetenzen weiter ausbauen. Das ist ein gutes ergänzendes Angebot zur Förderung von jungen Fachkräften in Hamburg.“
Dr. Dorit Stenke, Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, ergänzt: „Berufliche Bildung braucht heute mehr als fachliches Können. Sie braucht junge Menschen, die selbstbewusst, vernetzt und zukunftsorientiert handeln können. Das Azubi Kolleg stärkt genau diese Kompetenzen und setzt damit ein wichtiges Signal für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildungswege. Dass dieses Programm nun ganz Schleswig-Holstein erreicht, ist ein Gewinn für unsere Auszubildenden und für die Fachkräftesicherung im Land.“
Das „Azubi Kolleg“ richtet sich an Auszubildende aus Hamburg und Schleswig-Holstein, insgesamt stehen 75 Plätze zur Verfügung. Angesprochen sind Auszubildende in einer dualen, vollzeitschulischen oder pflegerischen Ausbildung. Seit diesem Jahr steht das Programm auch Dualstudierenden und Teilnehmenden des Abiturientenprogramms mit einem staatlich anerkannten Ausbildungsvertrag offen.
Das „Azubi Kolleg“ beginnt im September und läuft über dreizehn Monate. In drei jeweils fünftägigen Blockseminaren werden den Auszubildenden sogenannte „Future Skills“ vermittelt. Damit sind zukunftsrelevante Kompetenzen wie der Umgang mit Künstlicher Intelligenz, Präsentationstechniken oder Resilienz gemeint, die über reine Fachkenntnisse hinausgehen. Zudem gehören monatliche Netzwerktreffen zum Programm. Diese sollen das berufliche Netzwerk der Auszubildenden stärken und ihnen zum Beispiel den Austausch mit Politiker:innen ermöglichen. Sämtliche Kosten für Anreise, Übernachtung, Verpflegung und die Durchführung der Seminare und Netzwerktreffen werden übernommen.
Das Azubi Kolleg besteht seit 2021 und wird in Hamburg und Schleswig-Holstein angeboten. In Hamburg wird es seit 2024 in Kooperation mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) durchgeführt. In Lübeck wird es seit 2021 in Kooperation mit der Possehl-Stiftung durchgeführt, in diesem Jahr wird es in Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holsteinischen Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) auf das gesamte Bundesland ausgeweitet. Das Programm wird zudem von Kammern und Verbänden unterstützt.
Weitere Informationen zum „Azubi Kolleg“ sowie der Link zur Online-Bewerbung sind unter www.joachim-herz-stiftung.de/azubikolleg zu finden. Bewerbungen sind ab sofort und bis zum 30. April 2026 möglich.
Die Projektpartner
Die Joachim Herz Stiftung wurde 2008 in Hamburg gegründet und gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Ihr Ziel ist es, wirksame Lösungen für Ressourceneffizienz, Klimaschutz und Fachkräftesicherung zu ermöglichen. Sie setzt sich dafür ein, dass mehr Innovationen aus der Spitzenforschung in die konkrete Anwendung gelangen und stärkt unternehmerische Talente, die innovative Geschäftsmodelle entwickeln. Sie fördert Future Skills und die digitale Transformation, um damit neue Impulse für die berufliche Bildung zu setzen. Bei ihren Aktivitäten nutzt sie Impulse aus den USA und stärkt den deutsch-amerikanischen Dialog.
Das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) ist ein eigenständiger Landesbetrieb der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) mit 29 berufsbildenden Schulen. Auftrag und Ziel des HIBB ist es, Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu begleiten und zu qualifizieren, damit sie unabhängig von ihren kulturellen, religiösen, sozialen und individuellen Voraussetzungen uneingeschränkt und barrierefrei an beruflicher Bildung, Arbeit und Gesellschaft teilhaben können. Die Bildungsangebote werden in enger Abstimmung mit den Ausbildungspartnern weiterentwickelt und beständig an die dynamischen Veränderungen in der Berufswelt angepasst.
Das Schleswig-Holsteinische Institut für Berufliche Bildung wurde 2021 gegründet, um die Aufgaben der beruflichen Bildung des Landes Schleswig-Holstein zu bündeln. Dazu gehören Angelegenheiten der betrieblichen und schulischen Berufsausbildung, staatliche Angelegenheiten der Gesundheits- und Pflegeberufe, die Schulaufsicht über Berufliche Schulen und Regionale Berufsbildungszentren, die Personalverwaltung der Lehrkräfte an Berufsbildenden Schulen sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte.
Seit über 100 Jahren setzt sich die Possehl-Stiftung in der Hansestadt Lübeck mit ihrer Arbeit für das schöne Bild der Stadt, für gemeinnützige Einrichtungen, für die Förderung der Jugend, die Pflege von Kunst und Wissenschaft sowie die Linderung der Not von Bedürftigen ein. Ein besonderes Anliegen der Stiftung ist es, für mehr Bildungsgerechtigkeit in Lübeck zu sorgen, deswegen engagiert sie sich im Stiftungsverbund Lübecker Bildungsfonds. Darüber hinaus prämiert die Stiftung mit Possehl-Preisen für Musik, Kunst, Ingenieurwesen und Architektur besondere Leistungen in der Stadt.